Freitag, 11. März 2011...17:43

Die Frauen-Fußball-WM 2011 in Deutschland

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Genau ein Jahr nach der letzten Männer-WM in Südafrika findet im Sommer 2011 schon wieder eine Fußball-WM statt, und zwar in Deutschland: die Weltmeisterschaft der Frauen! Fünf Jahre nach der sagenumwobenen Männer-WM könnte „Schland“ also schon wieder zu einem Sommermärchen werden, nur dass es dann „Zuhause bei FreundINNEN“ (statt Freunden) heißen wird.

Im anstehenden Turnier ist Deutschland nicht nur Gastgeber, sondern auch Titelverteidiger, denn, im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, sind unsere Fußballerinnen in den letzten Jahren wesentlich erfolgreicher gewesen: 2007 gewannen sie in China zum zweiten Mal den WM-Titel und wurden insgesamt sieben Mal Europameister in ihrer Disziplin.

Vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 treten sechzehn Nationalmannschaften in vier Spielgruppen gegeneinander an: fünf europäische (Dänemark, England, Norwegen, Schweden, Deutschland), vier amerikanische (Argentinien, Brasilien, Kanada, USA), zwei afrikanische (Ghana, Nigeria), drei asiatische (China, Japan, Nordkorea) und zwei ozeanische (Australien, Neuseeland). Die Gruppensieger und –zweiten treffen dann in den Finalrunden (Viertelfinale, Halbfinale und Finale) aufeinander. Aus dem letzten, dem Finalspiel geht dann die Elf der besten Freundinnen, die Weltmeisterinnen 2011 hervor.

Die deutschen Frauen starten in die WM unter ihrer erfolgserprobten Nationaltrainerin Silvia Neid und Co-Trainerin Ulrike Ballweg. In ihren Reihen spielen Welt-Stars wie Birgit Prinz, Alexandra Popp und Anja Mittag.

Auch wenn der Frauenfußball nicht so populär wie der Männerfußball ist, werden sicher wieder Millionen die Spiele vor den Fernsehbildschirmen und beim Public Viewing auf den Beamer-Leinwänden der Biergärten oder Fanmeilen verfolgen. Tausende werden ihre Fußballtipps abgeben und die Tore, Roten Karten und Elfmeter heiß diskutieren. Schließlich gilt es nicht nur zu beweisen, dass Deutschland ein starkes und überzeugendes Team ins Rennen schickt und dass Frauen mindestens genauso gut Fußball spielen können wie Männer, sondern dass wir wie 2006 ein wunderbarer und fairer Gastgeber sind. Wenn am 17. Juli dann das Turnier beendet und der Weltmeister ermittelt ist, sollten alle Gäste wieder sagen können:

Wir waren zuhause bei Freund(inn)en! Und: Der Frauensport verdient schon seit langem mindestens genauso viel Beachtung wie der Männersport.

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